Es war der Architekt und Kunsthistoriker Nils Pelzer aus Rehau, der kürzlich in zwei Führungen Haus, Garten und Umgriff der Villa Sandrina zu Triesdorf vorstellte. Anlass dazu war der diesjährige Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn. Pelzer ist in Triesdorf kein Unbekannter, ist er doch Beisitzer im Vorstand des Vereins der Freunde Triesdorf und Umgebung. Nils Pelzer plant, die Ergebnisse seiner Forschungen als Buch vorzulegen, und hofft auf Unterstützung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München.

Gebaut wurde die Villa Sandrina im Jahr 1783 vom Ansbacher Maurermeister und Bauunternehmer Johann Caspar Wohlgemuth – im selben Jahr, in dem auch das Rote Schloss zu Triesdorf erheblich erweitert wurde. Der Grund dafür ist einfach: Markgraf Alexander wohnte fortan nur noch an seinem Landsitz zu Triesdorf. Die Villa Sandrina, deren ursprünglicher Name „Haus der Madame de Curz“ lautete, sollte die neue Mätresse des Markgrafen beherbergen.
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